Familienbegleitung



Sowohl als Mutter von zwei wunderbaren Kindern, die ich bedürfnisorientiert begleite als auch als Coach für Bindungsorientierte Elternschaft (Attachment Parenting) unterstütze ich dich kompetent und einfühlsam in deiner neuen Rolle als Mutter oder Vater. Mit viel Erfahrung, Fachwissen und Empathie begleite ich dich rund um:

 

  • Natürliche Schwangerschaft & Geburt
  • Intuitives Stillen nach Bedarf / Langzeitstillen
  • Babygeleitete Beikost (Baby-led weaning / BLW)
  • Tragen mit dem Tragetuch oder einer Tragehilfe
  • Co-Sleeping / Familienbett
  • Windelfrei / Ausscheidungskommunikation
  • Bedürfnisorientierter, achtsamer Umgang innerhalb der Familie


Attachment Parenting - Bindungsorientierte Elternschaft - ist ein Begriff der u.a. von Dr. William und Martha Sears geprägt wurde und auch durch die Bindungstheorie von Mary Ainsworth und John Bowlby publiziert wird. Sie stützen sich auf die "7 Baby B's" die als Orientierung, keinesfalls als Leitlinie helfen sollen, die Bindung zwischen Mutter, Vater und Kind zu fördern, die Eltern für die Bedürfnisse des Babys zu sensibilisieren und einen guten Start ins Leben ermöglich soll.

 

  • Bonding - Sofortiger, enger Körperkontakt nach der Geburt über einen längeren Zeitraum, möglichst ohne Unterbrechungen in dieser ersten Phase. Daher ist auch die Hausgeburt, das Geburtshaus und generell eine möglichst interventionsfreie Geburt, in Ruhe und Geborgenheit ein wichtiger Aspekt des AP. Eine Doula oder GeburtsbegleiterIn kann hierbei eine große Unterstützung sein.

 

  • Breastfeeding - Stillen. AP spricht sich - übrigens wie die WHO und weitere offizielle Verbände - für das ausschließliche Stillen nach Bedarf, in den ersten 6 Monaten des Babys aus. Das Stillen folgt keinem starren Zeitplan sondern gilt den Bedürfnissen von Mutter und Kind. Stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme sondern Ankommen, Entspannung, Liebe und Geborgenheit mit sehr viel Körperkontakt. Auch bei der Beikosteinführung ist das sog. "Baby-led weaning", übersetzt: Babygeleitetes Abstillen dem strikten Breifahrplan vorzuziehen. Das Baby entscheidet selbstständig aus einer gehaltvollen, geeigneten und gesunden Auswahl an Lebensmitteln in verschiedener Haptik und Konsistenz was es essen möchte - und was nicht. Fachpersonal wie Stillberaterinnen, Oecotrophologen oder eine Fachkraft für babygeleitete Beikost kann hierbei als Begleiter mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

  • Babywearing - das Tragen des Babys nah am Körper, mit Hilfe eines Tragetuchs oder einer Tragehilfe. Das Tragen hat hierbei nicht nur bindungspsychologische Vorteile, auch physiologisch ist das Tragen eine optimale Unterstützung für die sog. "physiologische Frühgeburt" Mensch und stimuliert nicht nur sämtliche Sinne, sondern bietet auch gerade für Väter die Möglichkeit, eine enge Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Hierbei wird darauf geachtet, dass das Baby optimal in seiner Motorik und physiologischen Bedürfnissen optimal unterstützt wird und das Tragen auch für den Tragenden angenehm, einfach und unkompliziert ist. Eine Trageberatung kann hierbei sehr nützlich sein.

 

  • Bedding close to Baby - Familienbett oder Co-Sleeping. Auch Nachts kann man mit Hilfe eines Familienbetts oder angestellten Babybetts die Bedürfnisse wie Nähe oder Stillen einfach und unkompliziert befriedigen. Nicht nur, dass das Risiko für den plötzlichen Kindstod beim Schlafen in einem Raum sinkt (unter bestimmten Voraussetzungen), es ist das Natürlichste der Welt zusammen zu schlafen und ermöglicht den Eltern so nocheinmal eine extra Portion Kuscheleinheit zu tanken. Schlaftrainings kommen nicht zum Zug, da sie die kindliche Entwicklung und Bindung nachhaltig schädigen können.

 

  • Believe in the language of your babys cry - auf die Zeichen achten. Das Baby hat zu Beginn keine andere Möglichkeit seine Ängste, Sorgen und Nöte mitzuteilen als mit Weinen. Es zielt niemals darauf zu manipulieren, sondern befindet sich in einer hilflosen Situation und benötigt das sofortige, konsequente Erfüllen seiner Bedürfnisse durch seine Bindungsperson. So wird das Urvertrauen gestärkt und das Baby kann sicher gebunden und mit viel Selbstvertrauen in die Welt hinaus wachsen.

 

  • Beware of Baby trainers - Keine Schlaf-, Ess- oder sonstige "Programme". Ein Baby bringt die Kernkompetenz mit auf die Welt zu Schlafen wenn es müde ist, zu essen wenn es hungrig ist, auszuscheiden wenn es mal muss und mitzuteilen wenn es ihm nicht gut geht. Methoden wie Schlaftrainings oder ähnlichem schaden nicht nur die kindliche Hirnreifung, sondern können auch nachhaltige negative Wirkung auf das Bindungsverhalten im späteren Leben haben.

 

  • Balance - nach all den Bedürfnissen des Babys ist es wichtig auf auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Zu schlafen wenn man müde ist, zu essen wenn man hungrig ist - aber auch sich Hilfe und Unterstützung zu holen, wenn man sie braucht. "Es braucht ein Dorf, ein Kind zu erziehen" heisst es. Es ist wichtig sich als Mutter oder Vater nicht in der Rolle zu verlieren und seine Bedürfnisse auszuschalten. Balance zwischen den Bedürfnissen aller Beteiligten schaffen ist dabei essentiell.